editorial

   
Es vergeht kaum eine Woche, in der mir nicht Schlagzeilen ins Auge fallen, die superschnelle Gewichtsreduktionen oder die Topfigur in Rekordzeit versprechen. Wer kennt sie nicht, die tollen Slogans von „Über Nacht schlank“ oder „15 kg weniger in 4 Wochen“ bis hin zu „Ihrer Bikinifigur in nur 20 Tagen“. Dazu auch noch in fetten Lettern die Aussage eines vermeintlich Erfolgreichen „Es ging spielend leicht“.

Einfach zum Schmunzeln ist der Ideenreichtum, mit welch bombastischen Verlockungen die Protagonisten diverser Schlankheitsprogramme den Verbraucher förmlich attackieren. Dabei sollte jeder wissen, dass eine deutliche Gewichtsabnahme binner kurzer Zeit eher schädlich für Körper und Gesundheit ist. Und das obendrein alles auch noch ganz einfach und problemlos stattfinden soll, ist nun wirklich eine Feststellung, die schlichtweg erlogen und völlig irreführend ist. Wer abnehmen möchte, und vor allem dabei auch gesund bleiben will, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies auch mit viel Mühe verbunden ist. Zudem muss man dazu auch eine gute Portion Geduld mitbringen. Nur dann kann man den Erfolg wirklich versprechen, und auch nur so ist man auf dem richtigen Pfad.

Die tollen Schlagzeilen werden uns sicher weiter überall begegnen. Aber das hat auch was Positives, denn Lachen ist schliesslich durchaus gesund.

Wilfried Sauer
Sportpädagoge


thema des monats

   
Serotonin

Für die Ausgeglichenheit des Haushalts unseres menschlichen Körpers spielen die Hormone eine ganz zentrale Rolle. Die positiven Auswirkungen der Hormone zählen zu den wichtigsten Argumenten, Sport zu treiben, insbesondere Ausdauerdisziplinen. In den letzten Jahren kommt hier unter anderen dem Hormon Serotonin eine ganz besondere Bedeutung zu. Serotonin ist ein Botenstoff oder auch sogenannter Neurotransmitter und chemisch gesehen ein relativ kleines organisches Molekül mit einer Aminogruppe, das im menschlichen Körper gebildet wird. Die Organe, in denen es im menschlichen Organismus vorkommt, sind Gehirn und Darm. Einige Früchte wie Bananen, Äpfel, Ananas, Pflaumen und Trauben enthalten Spuren von Serotonin. So lässt sich der Gehalt im Darm durch entsprechende Ernährung beeinflussen.
Da es einerseits nicht künstlich hergestellt und andererseits auch nicht in grösseren Mengen aus Pflanzen oder Tieren isoliert werden kann, gibt es Serotonin nicht in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.
Für Fitnessbewusste ist es recht einfach, den Serotoninspiegel in der Balance zu halten. Ausdauerlauf sorgt für eine höhere Verfügbarkeit der Gehirnbotenstoffe Dopamin, Noradrenalin und eben Serotonin. Ein Mangel an diesen Substanzen kann Depressionen verursachen. So werden Depressionen, aber auch Angst- und Panikstörungen effektiv gelindert, in vielen Fällen sogar geheilt. Empfohlen wird auch die Lichttherapie, deren Wirkung auch dadurch erkennbar ist, dass die berüchtigten Herbst-Winter-Depressionen im Frühjahr mit vermehrten Sonnenstunden vorübergehen. Depressive Menschen weisen einen um 50% verminderten Serotoningehalt im Blutserum auf. Die Bedeutung dieses Hormons wird in diesem Zusammenhang bewusst, wenn man weiss, dass in den meisten Antidepressiva ein „Hemmer“ enthalten ist, der den Abfall von Serotonin verhindert. Ein ganz eindeutiger Zusammenhang zum Sport zeigt das Ergebnis mehrerer Studien: Unter den ausdauertreibenden Menschen war das Auftreten und die Anfälligkeit für Depressionen am niedrigsten.
Serotonin beeinflusst Appetit und Schlaf, steuert den Sexualtrieb, die Körpertemperatur und hat Auswirkungen auf die Gemütslage. Ausreichend Serotonin im Körper macht ruhig und ausgeglichen, extremer Serotoninmangel dagegen führt zu emotionaler Überempfindlichkeit oder sogar zu aggressivem Verhalten. Dauerhafte Mangelerscheinungen können zahlreiche psychische Erkrankungen befördern: Depressionen, Angst-, Belastungs-, Schlaf- oder Essstörungen. Auch die schmerzvollen Migräne-Attacken sind auf einen Serotoninmangel zurückzuführen.
Kein Zweifel: Da sollte man lieber regelmässige Trainingseinheiten vorziehen. Beim Joggen stellen sich positiven Effekte nach etwa 15 bis 20 Minuten ein, daher sind 25 bis 30 Minuten zu empfehlen. Die tägliche Anwendung ist ideal, aber kaum einzuhalten. Schafft man es, sich dreimal in der Woche aufzuraffen, wäre das schon sehr gut, häufiger wäre natürlich besser. Aber auch schon die einmalige Anwendung bringt eine wohltuende und auch antidepressive Wirkung, wenn auch nicht lange anhaltend .


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slow motion

   
Einarmiges Bankdrücken an der Multipresse

Rückenlage unter der geführten Langhantel, Beine aufstellen… mit der Stange auf Brusthöhe beginnen… mit einem Arm in die vollständige Streckung drücken… Stange mit der anderen Hand übernehmen (bisherige Führhand lösen)… dann die Stange mit diesem Arm auf die Brust absenken… unten wiederum die Hände wechseln…

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satzball

   
"Wer sehr hoch springt, muss wissen, dass er sehr tief fällt. " (Sergej Bubka)



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